Sich selbst zuhören. Schadet nicht.

Achtsamkeit

Es ist keine Neuigkeit: Achtsamkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für Humor.

Die Grundidee der Achtsamkeit ist, stets im Hier und Jetzt zu sein, mit allen unseren Sinnen. Eine wichtige Voraussetzung, um wahrzunehmen, was um uns herum und vor allem auch in uns drin passiert, um adäquat reagieren zu können.

Oft sind wir leider nicht ganz bei der Sache und auch nicht bei uns.

Ich versuche das mal grob zu erklären: Unser Denken, Fühlen und Wollen teilt sich in drei Systeme auf. Das Denken findet im Großhirn statt, das Fühlen im Mittelhirn und unsere Körperfunktionen werden im Kleinhirn gesteuert. Beim Großhirn sprechen wir auch vom kognitiven System und beim Rest vom somatischen System. Nun gibt es noch ein Element, welches unser Großhirn und den Rest miteinander verbindet, das sensorische System, konkret unsere Amygdala.

Was glauben Sie, wo in unserem Gehirn bzw. in unserem Körper die Entscheidungen getroffen werden?

(Kleiner Tipp: Es gibt ein nettes Buch darüber mit dem Titel „Denken hilft zwar, nützt aber nichts“… Na?)

Wir laufen durch die Gegend, denken konkrete Dinge und glauben, wir wissen genau, was wir wollen. Sobald ein komisches Gefühl von unten hoch kommt, argumentieren wir es in unserem „inneren Team“ weg. Zu gern ignorieren wir unser Bauchgefühl, bis wir den Kontakt komplett verloren haben.

Wer ist also der Boss in unserem System? Wer trifft wirklich die Entscheidungen?

Richtig: es ist nicht das Großhirn.

Unser somatisches System ist es, das die Entscheidungen trifft. Mit unserem Großhirn argumentieren wir uns dann die Entscheidung dann nur noch so zurecht, dass sie uns sinnvoll erscheint.

Wenn wir also im Sinne einer humorvollen Haltung beschließen, uns nicht mehr so viel zu ärgern und in verschiedenen Situationen eher mit Gelassenheit und einem Lächeln zu reagieren, dann benötigen wir dringend einen Zugang zu unserem somatischen System (unserem Fühlen). Damit wir rechtzeitig bemerken, dass uns etwas ärgert und wir entspannter darauf reagieren können.

Wir müssen unser kognitives System (also unser Denken) mit diesem verbinden und einen Konsens herstellen – und dafür dient uns das sensorische System, unsere Amygdala. Man kann sagen, wir müssen einfach wieder öfter und intensiver in uns hinein horchen, wenn wir wissen wollen, was in uns eigentlich los ist.

Leider haben wir uns das teilweise ganz schön abgewöhnt und die Amygdala ist wie ein Muskel, der träge wird, wenn wir ihn zu wenig benutzen. Hören wir zu selten in uns hinein, verlieren wir den Kontakt zu uns. Und so kommt es, dass wir vor allem unter Stress wie ferngesteuert durch die Gegend laufen und uns über Kleinigkeiten ärgern.

Das Aus für die heitere Gelassenheit.

Der Weg zu einer humorvollen Haltung geht also tatsächlich nicht nur über Witze. Der Weg geht auch über einen achtsamen Umgang mit sich selbst.

Sogar ich, Energiebündel und am liebsten permanent in Bewegung, habe das mittlerweile begriffen und jeder Tag findet bei mir einen Moment der Achtsamkeit. Möglichkeiten gibt es derlei viele, fangen Sie mal mit einfachen Übungen an.

Probieren Sie es aus – es tut weniger weh als gedacht.

… in heiterer Gelassenheit.

Ihre Frau Schulz

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