Vorsicht ansteckend! Spiegelneuronen haben uns im Griff.

Spiegelneuronen

Wie wir in den Wald hinein rufen, so schallt es wieder heraus.

Oder:

Wie wir anderen begegnen, so begegnen sie uns.

Warum ist das so? Das Geheimnis liegt in den Spiegelneuronen. Die gibt es wirklich. Sie kennen das vielleicht: wir nehmen unwillkürlich die Sitzhaltung unseres Gegenübers ein, wir verzerren unser Gesicht, wenn sich jemand im Raum stößt.

Wenn uns jemand im Vorübergehen anlächelt, so lächeln wir zurück.

Und während sich der Ausdruck unserer Mimik auf jemanden überträgt, so übertragen sich auch die mit ihm verbundenen Gefühle. Diverse wissenschaftliche Untersuchungen beweisen es und man nennt es dieses Phänomen „emotionale Ansteckung“ (emotional contagion). Forschungen im Labor haben gezeigt: Wenn wir eine Handlung bei jemandem beobachten, feuert unser Gehirn in bestimmten Regionen genau die gleichen Befehle ab, wie bei dem Menschen, der die Handlung ausführt. Und wenn wir bei einem Menschen eine emotionale Regung beobachten, beispielsweise ein freudiges oder ein ärgerliches Gesicht, dann werden ebenfalls in unserem Gehirn die gleichen Befehle gegeben und die gleichen Gesichtsmuskeln angesprochen.

Deshalb fühlen wir, wie andere fühlen.

Positive sowie negative Emotionen übertragen sich auf unsere Mitmenschen, mit denen wir gerade in Kontakt sind und umgekehrt. Es lohnt sich also durchaus auch von Zeit zu Zeit mal darüber nachzudenken, mit wem wir uns eigentlich die ganze Zeit so umgeben. Das funktioniert übrigens nicht nur im echten physischen Kontakt, sondern auch, wenn wir einen Film schauen oder einen Radiobeitrag hören. Das eigene Medienverhalten unter die Lupe zu nehmen ist daher auch kein Fehler auf der Suche nach Gute-Laune-Räubern.

Doch zurück zum Lächeln: Ein solches im Vorübergehen empfangen, kann uns nicht nur kurz aufheitern, sondern manchmal sogar einen ganzen Tag retten.

Retten Sie doch auch einfach mal den Tage eines Fremden! Oder eines Freundes. Oder eines Kollegen. Vielleicht sogar den des Chefs??

Ob man so in den Himmel kommt, weiß ich nicht, aber es tut ungemein gut.

… in heiterer Gelassenheit,
Ihre Frau Schulz

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