Stimmt. Das ist eine wirklich dumme Idee.

liebevolle-provokation

Provozieren Sie gern?

Wunderbar! Ich auch.

Das führt manchmal zu Problemen, sagen Sie? Nicht, wenn Sie ein paar Kleinigkeiten dabei beachten.

Ausgang aus dem Absurden

Provozieren ist ein tolles Mittel, um Menschen zu helfen, die gerade in irgendeinem Gedanken feststecken. Oder die vor lauter Problem den Ausgang nicht finden. Oder denen ihr Problem gerade außerordentlich gut gefällt. Oder für jede andere festgefahrene Situation, die etwas Humor braucht.

Für einen Außenstehenden ist das Absurde im Verhalten eines anderen manchmal ganz offensichtlich. Doch würden wir diesem Menschen einfach sagen, dass das gerade absurd ist, was er da tut, würde er vielleicht nicht mit Zustimmung reagieren.

Da hilft es dann, mit liebevoller Provokation einen Spiegel vorzuhalten.

Die Beziehung zum Provozierten ist entscheidend

Wenn Sie nicht wollen, dass der Mensch, dem Sie da gerade etwas um die Ohren hauen, zurück haut und Reißaus nimmt, dann müssen Sie ihm allerdings zeigen, dass Sie ihn trotzdem mögen und wertschätzen – nonverbal. Es ist nämlich tatsächlich so, dass der Mensch bei inkongruenten Botschaften, also böse Worte mit freundlicher Mimik und Gestik, der nonverbalen Botschaft mehr glaubt.

Das können Sie dummerweise nur überzeugend tun, wenn Ihre Haltung in dem Moment auch stimmt. Sonst riecht Ihr Gegenüber sofort Lunte. Wenn Sie ihn sowieso gerne mögen, kein Problem. Aber was, wenn nicht? Und Sie wollen trotzdem der Absurdität jetzt mal ein Ende setzen?!

Wie bringe ich mich dazu, jemanden zu mögen?

Nehmen Sie es einfach mal wieder mit Humor. Und konzentrieren Sie sich auf das Positive und auf das Veränderbare.

Es hilft tatsächlich schon, anzuerkennen, dass der Mensch gegenüber beispielsweise einen schönen Pullover trägt oder eigentlich ganz schöne Augen hat. Oder wie steht es um den Haarschnitt?

Klingt total oberflächlich, hilft aber. O.k., Sie werden nicht sofort dicke Freunde, aber Sie strahlen zumindest nicht mehr ganz so stark aus, dass Sie Ihr Gegenüber vielleicht nicht so mögen. Und dann klappt das auch mit der guten Beziehung und dann dürfen Sie ihn auch ein bisschen provozieren, ohne dass er allzu böse wird. Denn dann haben Sie die benötigte Grundlage, ohne die gar nichts geht: den berühmten guten Draht (zumindest ein bisschen).

Und wie geht das Provozieren nun genau?

Ganz wunderbar funktioniert auch hier immer wieder die Übertreibung oder auch die Behauptung des absoluten Gegenteils von dem, was Sie eigentlich meinen (also Ironie, für die Fortgeschrittenen unter Ihnen.)

Wenn beispielsweise eine gute Freundin stöhnt, dass sie nie abnehmen wird, dann können Sie ganz „entnervt“ (natürlich nicht wirklich entnervt) laut ausrufen: „Ja stimmt, mit so wenig Willensstärke wie du sie hast, wird es dir niemals gelingen und du wirst zu recht totunglücklich werden bis ans Ende deines Lebens! Abnehmen bekommst du genau so wenig auf die Reihe, wie all die anderen Dinge in deinem Leben.“

Oder ein Kollege jammert, dass er viel zu viel zu tun hat, dann schlagen Sie ihm vor, sofort eine Emailaktion zu starten, um Unterstützung für ihn zu suchen, damit er auf gar keinen Fall ins Schwitzen gerät.

Und vergessen Sie nicht: Sie müssen es eigentlich gut meinen! Sie wollen nur darauf hinweisen, dass der Mensch sich gerade selbst im Weg steht. Zeigen Sie ihm also mit Ihrer Körpersprache, dass Sie eigentlich auf seiner Seite stehen – mit einem Lächeln, einer zugewandten Haltung und Blickkontakt. Andernfalls wird es einfach nur gemein und führt zu nichts außer Verletzung.

Und das will ja keiner. Gell?!

… in heiterer Gelassenheit

Ihre Frau Schulz

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