Der sezierte Frosch. Oder: Raum lassen für natürlichen Humor

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Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass Sie noch fleißig dabei sind, das Komische im Alltag zu suchen! Und ich hoffe, Sie haben bereits das ein oder andere finden können. Und vielleicht haben Sie sich auch schon getraut, das Komische einmal ganz bewusst aufzuzeigen oder herzustellen. Dabei hat sich hoffentlich noch niemand bis auf die Knochen blamiert. Und wenn doch: seien Sie stolz drauf!

Dies bringt mich zum heutigen Thema:

Wie absichtlich kann man Humor anbringen und was braucht es dafür, damit er funktioniert?

In einem anderen Text habe ich mal dieses Fazit gezogen:

„Verlieren Sie also niemals den Blick dafür, dass Humor etwas ist, was natürlich und spontan entstehen sollte – sobald etwas verkrampft und auf Zwang angeordnet wird, widerspricht es bereits der Idee des Humors. Eigentlich logisch. Deshalb: Mehr als alles andere braucht der Humor am Arbeitsplatz diese respektvolle und positive Umgebung, wo die Menschen sich trauen können, ihr authentisches Selbst Tag für Tag einzubringen.“

Wow. Zu pathetisch, sagen Sie? Na gut. Ich sage: Trotzdem!

Zwei Sachen stecken hier drin:

Sezieren Sie den Humor nicht wie einen Frosch

(ich versuche es auch zu vermeiden).

Wenn wir etwas lernen oder vertiefen wollen, hilft uns (Erwachsenen) eindeutig eine Anleitung. Eine Beschreibung, wie etwas funktioniert, ein paar Hintergrundinformationen, warum etwas funktioniert. So ticken wir eben. Und mit großer Freude und Begeisterung liefere ich Ihnen diese!

ABER: wir sollten dabei nicht vergessen, dabei unbedingt auch auf unsere Intuition zu hören. Zu schmunzeln, wenn wir diesen kleinen Impuls spüren. Sich zu trauen, einen verrückten Gedanken auszusprechen, auch wenn wir befürchten, die anderen könnten uns für ein bisschen bescheuert halten. Das ist nun Ihr Job. Ich bin sicher, Sie schaffen das!

UND: Wenn es uns gelingt, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder tatsächlich sicher genug fühlt, seiner Intuition zu folgen, wird das gleich noch ein bisschen leichter. Deshalb:

Schaffen Sie dem Frosch eine Umgebung, in der er sich wohlfühlt

– beispielsweise, indem Sie ihn nicht sezieren (weder den Frosch noch Ihre Kollegen bitteschön).

Wie wäre es also mal, wenn Sie einfach in den nächsten zwei Wochen immer mal wieder an den armen kleinen Frosch denken und sich folgende Fragen stellen:

  • Gebe ich meinem eigenen Humor gerade ausreichend Raum?
  • Und dem Humor meiner Kollegen?
  • Was genau tue ich, damit der Frosch am Leben bleibt?

In meinem nächsten Artikel wird dann wieder seziert. Aber nur ganz vorsichtig. Mit Röntgenaugen sozusagen. Oder zumindest minimalinversiv.

Immer aber auf jeden Fall: … in heiterer Gelassenheit!

Ihre Frau Schulz

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